meine Sekundenpendeluhr von Hermle

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meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon Teleminor » Mi 27. Jan 2016, 09:38

Hallo,
…..endlich habe ich meine Sekundenpendeluhr. Schon immer haben mich diese Präzisionsuhren interessiert, leider aber vom Preis her „weit weg“. Lange habe ich mit einer „MECHANICA M1“ von Erwin Sattler geliebäugelt, ich konnte mich aber nicht an den Gedanken einer 5/6 Pendluhr gewöhnen……es sollte/musste eine Uhr mit Sekundenpendel sein. Da es mittlerweile von E. Sattler auch eine M3 mit Sekundenpendel gibt begann ich zu sparen. Immerhin kostet diese SATTLER-M3 schon in der Grundausstattung 7500 Euro und ist dann mit ein paar „Tuning Teilen leicht bei 11 000 bis 12 000 Euro, ein Haufen“ Holz“. Durch einen Zufall bin ich dann auf die Firma HERMLE im Schwarzwald gestoßen. Diese Firma bietet eine „Präzisionspendeluhr“ , Made in Germany, mit Sekundenpendel zu einem moderaten Preis von ca. 6500 Euro (unverb.) an. Nachdem ich meinem Uhrmacher die Ohren voll geschwärmt habe, hat er das das Teil bestellt, und mir einen sehr guten Preis gemacht. Das sehr schöne Gehäuse ist in Schleiflack matt schwarz ausgeführt und mit einer Länge von ca. 135 cm noch erträglich, um in einem Wohnzimmer aufgehängt zu werden. Das Werk besteht aus massiven 2,5 mm Messing Platinen und ist mit 6 Kugellager und 6 Steinlager ausgestattet. Der Anker der Graham Hemmung ist mit Rubin Paletten ausgestattet. Die Seilrolle ist Kugelgelagert. Das Pendel besteht aus einem Kohlefaser Rohr und trägt unten ein Doppelzylinder nach Glashütter Vorbild. Oberhalb der Pendelmitte ist ein Teller für die Gewichte zur Feinregulierung angebracht. Diese Uhr ist laut Zertifikat 100% „MADE IN GERMANY“, ja, sowas gibt es noch. Man muss bei dieser Uhr auch nichts dazukaufen, wie Regulier Gewichte usw., sogar ein paar weiße Stoff Handschuhe sind dabei. Am Boden der Uhr befindet sich eine Platte die herausgezogen werden kann und mit einem Magneten zur Arretierung versehen ist. Unter dieser Platte befindet sich ein Fach welches folgende Teile enthält: Libelle zur Ausrichtung des Gehäuses, Aufzugkurbel, Fixierstift für das Pendel, Pinzette für die Gewichte und „last but not least“, einen kompletten Satz Gewichte zur Regulierung. Der Schiebedeckel läuft sauber in seinen gefrästen Nuten. Die Uhr war laut Fa. HERMLE vorjustiert und lief nach dem Aufhängen mit einem angenehmen „TICK-TACK“ los. Der Abfall-Regler musste nicht justiert werden, perfekt. Jetzt habe ich das Vergnügen und darf mit der Feinjustierung beginnen, herrlich………
Ich bin wirklich begeistert von dieser Uhr und erfreue mich täglich an ihrem Anblick. Das einzige was mir fehlt ist eine „Barometer Kompensation “, aber ich denke darauf kann man verzichten, zumal die Uhr ja im Wohnzimmer an einer Außenwand hängt.

Viele Grüße mit einem freundlichen „Tick-Tack, jetzt im Sekundentack“

Armin
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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon winne » Mi 27. Jan 2016, 11:25

Hallo Armin

Glückwunsch und Danke für das Zeigen !

Die Faszination einer Sekundenpendeluhr kann ich gut nachempfinden.
Und viele die davor gestanden haben können das sicher bestätigen es ist eine
Zeitmessung in höchster Vollendung.
Ja bei keinem anderen Uhrentyp hört und sieht man die Zeit besser dahinstreichen
Als bei einer großen Sekundenpendeluhr.

Wir würden uns Freuen wenn Du zur gegeben Zeit einmal über das Gangverhalten
Deiner Schönen Sekundenpendeluhr Berichten könntest .

Gruß Winne
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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon Teleminor » Mi 27. Jan 2016, 18:24

Hallo Winne,

da hast du ganz recht, eine Sekundenpendeluhr ist etwas besonderes. Ich habe ja auch eine 5/6 Sek.-Pendeluhr und sogar mehrere 3/4 Sek.-Pendeluhren. Alle laufen sehr gut und genau, aber........gegen eine "echte 1/1 Sek.-Pendeluhr sind das nervöse "Zappler".

Bitte jetzt nicht auf mich einprügeln, ich bin einfach happy. :) :) :)

Gruß Armin

P.s. Über die Regulierung berichte ich natürlich. Bis jetzt bin ich bei +_ 1 sek/d. Ich werde jetzt über mehrere Tage registrieren. (ich bin aber kein Sekunden Fanatiker)


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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon Ingo » Mi 27. Jan 2016, 20:23

... ein schönes dezentes Möbelstück hast Du dir da zugelegt !





P.s. (ich bin aber kein Sekunden Fanatiker)

... dann pass aber auf auch nicht zum Sekundenhascher zu werden! ;)

Gruß Ingo
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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon Teleminor » Di 2. Feb 2016, 09:05

Hallo,

meine Sekundenpendeluhr von Hermle & Sohn tickt jetzt seit gut zwei Wochen in unserem Wohnzimmer an der Wand. Sogar Besucher die keine Affinität zu solchen Uhren haben bemerken sie sofort und sagen spontan „Boa, was für eine tolle Uhr“. Alle anderen Wanduhren von mir werden höchstens als „Alte Kästen“ wahrgenommen. Ich denke das sagt schon Alles, oder ?

Jetzt aber einige Worte zum Regulieren. Selbstverständlich sollte/muss man so ein Präzisionsinstrument regulieren. Das geht als erstes über die Pendellänge. Dafür befindet sich in einem „Geheimfach“ im Boden alles was man dazu braucht. Das sind: Fixierstift zum Schutz der Pendelfeder, diverse Gewichte, Pinzette und natürlich die Kurbel.

Die Grob-Justierung über die Pendellänge war schnell erledigt da eine Grund Korrektur vom Hersteller schon vorgenommen wurde. Da ich ein Standgewicht von 1 gr. Aufgelegt hatte musste ich geringfügig die Pendellänge vergrößern. Die Feinjustierung erfolgte dann durch auflegen von „Feingewichten“. So läuft die Uhr seit gut einer Woche. Nach meinem subjektiven Verhalten läuft die Uhr „auf die Sekunde“ genau. Schon beim Ablesen und vergleichen mit einer Funkuhr stellt sich ein Fehler von gut einer Sekunde (plus minus) ein. Nur mit Hilfe einer zweiten Person ist das überhaupt möglich.
Bei all dem darf man nicht vergessen dass meine Uhr in einem bewohnten Raum aufgehängt ist, also mit regem Publikums Verkehr und den vorhandenen Temperatur Schwankungen und Luftbewegungen. Diese Zeit-Mess-Werkzeuge hingen ja früher, als man sie tatsächlich benötigte, meistens in einem Keller an einer massiven Wand ohne Licht usw. Das trifft natürlich auf unser Wohnzimmer in keinster Weise nicht zu. Wenn man das entsprechende Kapitel im Buch von D. Riefler (Präzisions-Pendeluhren“ studiert kann man lesen was dazu alles notwendig ist.

Damit ist für mich die Regulierung beendet und ich werde mich in Zukunft beim Anblick dieser Uhr einfach nur freuen. Sollte sie mal etwas abweichen werde ich mit der Pinzette mal ein Gewicht auf oder abnehmen, mehr nicht ……….ich sehe jetzt schon meine Frau schmunzeln. :lol: :lol: :lol:

Viele Grüße und mit einem freundlichen „Sekunden-Tick-Tack“

Armin

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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon Ursus » Di 2. Feb 2016, 19:33

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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon derTeichfloh » Di 2. Feb 2016, 23:15

Hallo,

Danke für das Zeigen.
Da ich schonmal im Schwarzwald war, hab ich mir die Uhren von Hermle von nahem ansehen können.
Schöne Teile und sauber gearbeitet - aber auch schon außerhalb meines Geldlimits. Vom Platz gar nicht erst zu reden - ich hab nur ne kleine Mietwohnung.
Dennoch - ein Sekundenpendel hat was.
Bei mir musse es eine "billige" China-Pendeluhr vorerst auch tun. Sie kann weder mit der Qualität, noch mit der Präzision von Hermle mithalten und stammt aus meinen "Anfangszeiten".
Aber sie tut ihren Dienst und läuft, mit selbstgebauten Holz-Pendel, gut +2min im Monat. Allerdings nur für eine Jahreszeit.
Meine Frage: Wo genau (in welcher Höhe) ist die Scheibe, wo man die Gewichte auflegen kann? Ich weiss, das sie "so in etwa" in der Mitte sein sollen. Stimmt das?
Ein Messprogramm hab ich, auch für die Gewichte, die auf die Scheibe gehören...

Gruss,
derTeichfloh
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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon Teleminor » Di 2. Feb 2016, 23:47

Hallo Teichfloh, ist das wirklich Dein Name ?

der Teller zum auflegen der Regulier Gewichte befindet sich etwa 250 mm von der Zeigerachse entfernt. Für mich gibt es nur die M3 von Sattler als Alternative zur Hermle. Aber da gibt es doch erhebliche Preisunterschiede. Die M3 beginnt bei 7500 Euro und ist dann gleich bei um die 10.000 €uro. Die M1 ist zwar eine schöne Uhr, und passt sicher besser in beengte Räumlichkeiten als eine "echte Sekunde", aber sie ist halt nur eine 5/6 Pendeluhr. Das ist keineswegs überheblich gemeint, ist aber so... Allein das gleichmäßige "Tick - Tack", und das langsame Pendel ist es was zählt. Die Genauigkeit bis auf die Stelle hinterm Komma ist für mich Nebensache. Ist ja sowieso bei diesem Standort, im Wohnzimmer, kaum einzuregeln. Für die genaue Uhrzeit habe ich eine Funkuhr :lol:

Gruß und ein freundliches "Tick - Tack"

Teleminor
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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon derTeichfloh » Mi 3. Feb 2016, 19:23

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort.
Mit 250 mm von der Zeigerachse komme ich nicht hin - das ist bei mir (der Billig-China-Uhr, die dennoch ein einfache Hermle-Werk hat) kurz nach der Pendelverlängerung.

der Teichfloh (eigentlich Deichfloh, aber der war als Nick-Name vergeben) ... ist mein Taufname. War, als Kind, zu DDR-Zeiten, im Ferienlager an der Ostsee. Das gab es eine solche Taufe (ähnlich einer Äuqator-Taufe - ein toller Spaß, ich erinnere mich noch daran.) Im Binnenland wurde aus Deich-Floh - mangels der selben - der Teich-Floh. Und dabei ist es geblieben.

Ja, die M3 - das wäre etwas. Ist aber jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten. Deshalb habe ich noch eine Holzzahnraduhr (Buko) mit einen Pendel von 163cm Länge. Die läuft allerdings nur 24 Stunden. Und die Genauigkeit: +- 5min - genauer läßt sie sich gar nicht ablesen. :lol:

Gruss,
Rene
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Re: meine Sekundenpendeluhr von Hermle

Beitragvon winne » Do 4. Feb 2016, 13:01

Hallo Armin

Genauigkeit bis auf die Stelle hinter dem Komma ist für mich Nebensache.

Das ist wohl bei dem meisten Liebhabern dieses Uhrentyps (Sekundenpendeluhren)
Der Fall da bist Du nicht der alleine mit dieser Meinung.
Was nützt einem ein gutes und teures Messprogramm zum Gangverhalten seiner PPU aber
Ist dann nicht in der Lage die gemessenen Fehler zum Gangverhalten seiner PPU
Zu beseitigen ?
Ich denke die Anforderungen an eine PPU haben sich doch gründlich geändert ja heute beschränkt sich der Interessentenbereich auf uns Liebhaber für den privaten Bereich
Die Uhr solle sich in ihrer äußeren Beschaffenheit in die heutigen Wohnräume gut einfügen
Sollte aber dabei auch das Technische Flair und die Faszination eines Präzisionsinstrumentes
Vermitteln die absolute Ganggenauigkeit hat hier weniger Bedeutung.
Bei den meisten Herstellen von PPU für den Wohnbereich wird eine Ganggenauigkeit von 3 bis 9 Sekunden im Monat angegeben .
An Teichfloh
An jeder Sekundenpendeluhr lässt sich ein Teller zum Regulieren mit Auflagegewichten
Am Pendel anbringen.
Noch ein Tipp für alle PPU Liebhaber in den Schriften von Alfred Helwig zur Uhrmacherkunst von Prof. Dr. Dittrich findet man viele gute Ratschläge wie man die
Präzision seiner PPU steigern kann, zu bekommen Deutsches Uhrenmuseum Glashütte.
Ich glaube das Buch hat unser Walter hier auch schon vorgestellt.


Gruß Winne
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